Outbank vs. Finanzguru: welche Finanz-App passt zu dir?
Outbank und Finanzguru holen beide deine Kontobewegungen in eine App und sortieren sie. Unterschiede gibt es beim Preismodell, bei den Plattformen und bei der Art, wie Budgets funktionieren. Die wichtigere Frage kommt aber vor der App: Willst du sehen, wohin dein Geld geflossen ist, oder vorher festlegen, wofür es da ist? Für das Zweite steht GetALife gleich mit in der Tabelle: eine Budget-App nach der Umschlagmethode, in der du deine Ausgaben per Sprache oder von Hand einträgst.
Outbank, Finanzguru und GetALife auf einen Blick
| Punkt | GetALife | Outbank | Finanzguru |
|---|---|---|---|
| Wofür | Einkommen vorab verplanen, bevor es ausgegeben ist | Konten an einer Stelle sehen und auswerten | Konten an einer Stelle sehen und auswerten |
| Preis | 7 Tage gratis testen, danach im Abo | 14 Tage Testphase, dann 3,99 €/Monat oder 39,99 €/Jahr (Individual) | Basis ohne Abo, voller Umfang im Plus-Abo |
| Einstieg | Testphase mit vollem Umfang | 14 Tage Testphase, einmalig | Basis mit 3 Monaten Transaktionshistorie |
| Wie Buchungen reinkommen | per Sprache oder von Hand, keine Bankanbindung | automatisch von der Bank (Multibanking) | automatisch von der Bank |
| Budgets | Umschlagmethode: das ganze Einkommen vorab auf Kategorien verteilt, bis nichts Unverplantes übrig ist | Limits je Kategorie mit Push-Hinweis | Budgets im Plus-Abo, zum Überwachen von Ausgaben und Beiseitelegen |
| Besonders | Erfassen per Sprache, Liga-System | Mac-App | erkennt Verträge automatisch |
| Plattformen | Android, iPhone bald | iPhone, Mac, Android | iPhone, Android |
Angaben laut outbankapp.com/preise, Finanzguru-Hilfe-Center und finanzguru.de, Stand Oktober 2026.
Was beide gemeinsam haben
Beide Apps beantworten vor allem die Frage, was auf deinen Konten passiert ist. Buchungen kommen von der Bank, werden in Kategorien sortiert und als Übersicht gezeigt. Das ist hilfreich, wenn du verstreute Konten an einer Stelle sehen willst.
Wo Outbank stärker ist
- Am Mac: Outbank gibt es auch als Mac-App. Wer seine Finanzen lieber am großen Bildschirm ordnet, findet das bei Finanzguru nicht.
Welche App passt zu dir?
Statt nach der „besseren“ App zu fragen, hilft die Frage, was du eigentlich erreichen willst:
| Du willst vor allem … | Passt eher |
|---|---|
| deine Konten auch am Mac sehen | Outbank |
| ohne Abo starten und Verträge automatisch erkennen lassen | Finanzguru |
| wissen, wie viel du für eine Kategorie ausgegeben hast | alle drei |
| am Monatsanfang festlegen, wofür jeder Euro da ist | GetALife |
| vor dem Kauf wissen, ob noch Geld dafür da ist | GetALife |
| Ausgaben unterwegs in Sekunden festhalten, ohne zu tippen | GetALife |
Ein Limit oder ein Budget-Topf zeigt dir, wann es zu viel war. Wie viel Geld nach Miete, Rücklagen und Sparzielen überhaupt für Essen gehen übrig ist, beantwortet erst ein Plan, der bei deinem Einkommen anfängt.
Wenn du eigentlich planen willst
Ein Beispiel: Am Ersten kommen 2.250 Euro. Beim Auswerten siehst du am Monatsende, dass 340 Euro in Lebensmittel und 160 Euro in Essen gehen geflossen sind. Beim Planen verteilst du die 2.250 Euro sofort: 880 Euro Miete, 360 Euro Lebensmittel, 120 Euro Essen gehen, 150 Euro Rücklagen für Geschenke und Versicherungen und so weiter, bis nichts Unverplantes übrig ist. Willst du mehr fürs Essen gehen, muss ein anderer Topf kleiner werden, und das merkst du vor dem Restaurantbesuch.
- Jeder Euro bekommt einen Job: Der „Verfügbar“-Betrag zeigt dir, was noch zu verteilen ist. Du verteilst ihn auf deine Kategorien, bis die Null steht.
- Rücklagen für Planbares: Geschenke, Versicherungen und Urlaub sparst du in Kategorien mit Zielbetrag an, nach dem Prinzip der Sinking Funds.
- Erfassen per Sprache: Sag „Bäcker 6 Euro“, und Betrag, Händler und Kategorie landen im Budget. Mehr dazu im Ratgeber Ausgaben per Sprache erfassen.
Wie das Prinzip dahinter funktioniert, erklärt der Ratgeber zur digitalen Umschlagmethode. Einen ausführlichen Blick auf die einzelnen Apps findest du in der Outbank-Alternative und der Finanzguru-Alternative.
Häufige Fragen
Was kostet Outbank, was kostet Finanzguru?
Outbank Individual kostet nach 14 Tagen Testphase 3,99 € im Monat oder 39,99 € im Jahr. Finanzguru hat eine Basis-Version ohne Abo; Budgets, Statistik und Prognose gibt es im Plus-Abo (Stand: Oktober 2026).
Gibt es Outbank oder Finanzguru für den Mac?
Outbank gibt es für iPhone, Mac und Android. Finanzguru gibt es für iPhone und Android, eine Web-App gibt es nicht.
Kann Outbank oder Finanzguru Zero-Based Budgeting?
Beide arbeiten mit Budgets für einzelne Kategorien. Outbank setzt Limits und meldet sich per Push, wenn du dich dem Limit näherst. Finanzguru nutzt Budgets laut Hilfe-Center, „um deine Ausgaben zu überwachen oder regelmäßig Geld für unregelmäßige Ausgaben beiseite zu legen“. Dass du dein ganzes Einkommen vorab bis auf null auf Aufgaben verteilst, beschreibt keine der beiden Apps.
Kann ich Outbank oder Finanzguru mit einer Budget-App kombinieren?
Ja. Die Multibanking-App zeigt dir, was auf deinen Konten passiert. Eine Budget-App wie GetALife legt vorher fest, wofür dein Geld da ist. Beides schließt sich nicht aus.
Fazit
Zwischen den beiden ist es schnell entschieden: Outbank, wenn du deine Konten auch am Mac sehen willst, Finanzguru, wenn du ohne Abo starten und Verträge automatisch erkennen lassen willst. Beide zeigen dir aber nur, wohin dein Geld geflossen ist, nachdem es weg ist.
Wenn du vergleichst, weil am Ende des Geldes noch Monat übrig ist, ändert eine schönere Auswertung daran wenig. Was hilft, ist ein Plan, der am Ersten bei deinem Einkommen anfängt und jedem Euro eine Aufgabe gibt. Genau dafür ist GetALife gebaut: Du verteilst dein Geld vorab, trägst Ausgaben per Sprache ein und siehst vor jedem Kauf, ob der Topf noch reicht.